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Homeoffice - Anleitung zur Einrichtung eines mobilen Arbeitsplatzes mit Fernzugriff

Einleitung

Der Zugriff auf den Firmenarbeitsplatz von zuhause oder aus dem Hotel ermöglicht es jederzeit Informationen abzurufen oder direkt Daten von unterwegs zu erfassen. Gerade von zuhause aus ist es sehr angenehm mal kurz auf die Warenwirtschaft oder das Bankprogramm zugreifen zu können.

Bestimmte Unternehmensanwendungen lassen sich nur im Netzwerk betreiben oder benötigen einen Dongle, so dass die Nutzung vom Homeoffice nur über eine Remote Lösung möglich ist und darüber hinaus ist der PC im Büro sowieso perfekt konfiguriert so dass ein Fernzugriff einen einfachen und komfortablen Zugriff ermöglicht.

Empfohlene Voraussetzung

Wir beschränken uns hier auf eine reine Internetverbindung, welches unserer Meinung nach die beste und schnellste Methode ist, ein Homeoffice aufzubauen.

in der Firma

Minimal:
- Internet Flatrate (ISDN, DSL, Kabel, etc.)
- Verbindung über DFÜ Netzwerk (mit Software Firewall)
- Remote Software (kostenlos: z.B. Remote Desktop von Microsoft für Win XP oder VNC / kommerziell: z.B. PC Anywhere von Symantec)
- Dynamisches DNS Konto mit Software (kostenlos: z.B. Dyndns.org oder No-ip.info)

Empfohlen
- Internet Flatrate mit hohem Upstream (Business DSL, SDSL, Kabel, etc.)
- Verbindung über Hardware Router mit VPN Option (Bintec, Lancom-Systems, Vigor, etc.)
- Remote Software (Remote Desktop, Terminal Server)
- Dynamisches DNS Konto mit Konfigurationsmöglichkeit im Router oder feste IP Adresse

im Homeoffice

- Internet Zugang (Flatrate nicht unbedingt erforderlich)
- Remote Software Client (Gegenstück zur eingesetzten Software in der Firma)


Erklärung der Funktionsweise

Die moderne Fernsteuerung über eine Internetverbindung setzt voraus dass in der Firma der zu steuernde PC immer eingeschaltet ist und eine dauerhafte Verbindung zum Internet hat. Wenn man sich nun am Firmen PC seine eigene Internet IP Adresse anzeigen lässt (z.B. mit www.showmyip.com), sich diese Adresse notiert und anschließend am Homeoffice PC diese IP Adresse in die Remote Software eingibt, wird eine Verbindung zum PC im Büro aufgebaut und man kann mit der Arbeit beginnen. Da die meisten Internetzugänge allerdings eine häufig wechselnde IP Adresse am Firmen PC vergeben und es natürlich mühselig ist jedes Mal in der Firma die IP Adresse aufzuschreiben, gibt es Dyndns Anbieter, die dafür eine Lösung entwickelt und diese kostenlos anbieten.

Dafür legt man sich bei einem der Anbieter ein Konto und eine Hostadresse an (Beispiel: meinefirma.dyndns.org). Auf dem Firmen PC wird dann die Software des Anbieters installiert, welche von nun an ständig die Internet Adresse überprüft und bei einem Wechsel die neue IP Adresse hinter dem Hostnamen hinterlegt. Jetzt kann man in der Remote Software im Homeoffice einfach den gewählten Hostnamen angeben, anstatt der IP Adresse und sich über diesen Weg nun jederzeit mit dem PC in der Firma verbinden.

Hintergrundwissen

Portumleitung am Router

Jeder Remote Software nutzt für die Fernsteuerung einen oder mehrere Ports, so nutzt z.B. die Remote Desktop Software von Microsoft den Port 3389 und PC Anywhere 5631 und 5632. Bei Einsatz eines Routers sind standardmäßig allerdings alle eingehenden Ports gesperrt, so dass es nun erforderlich ist den gewünschten Port zu öffnen und dem Router mitzuteilen auf welchen PC dieser umgeleitet werden soll. Dafür muss man die lokale IP Adresse des gewünschten Firmen PCs ermitteln (z.B. in der MS-DOS Eingabeaufforderung mit dem Befehl ipconfig /all) und im Router diese Umleitung einrichten. Bei den meisten Routern heißt dieser Bereich Ports oder NAT. Man stellt den gewünschten Eingangsport ein (für Remote Desktop: 3389) und die IP Adresse des Firmen PCs (z.B. 192.168.0.10) und evtl. noch den Zielport der dann auch wieder 3389 ist.

gleichzeitiger Zugriff mehrerer Homeoffice PCs

Bei der oben beschriebenen Portumleitung kann man immer nur einen PC angeben, was also heißt dass in der Firma nur ein PC ferngesteuert werden kann. Dieser kann zwar von mehreren Benutzern von zu Hause aus verwendet werden, aber nicht gleichzeitig. Als Alternative kann man im Router eine VPN Einwahl einrichten und darüber dann gleichzeitig auf jeden einzelnen PC zugreifen oder man installiert sich einen Windows 2000 oder 2003 Server, der einen mehrfachen Zugriff zulässt. So können dann über den Port 3389 mehrere gleichzeitige Sitzungen gestartet werden.

Sicherheit

Wenn man Wert auf besondere Sicherheit legt, sollte man grundsätzlich alle Verbindungen über einen VPN Tunnel über den Router laufen lassen. Einstiegsrouter z.B. von Bintec, Lancom oder Vigor zum Preis von ca. 200,00 - 500,00 EUR lassen sich leicht konfigurieren und bieten 8 oder mehr gleichzeitige Verbindungen bei hoher Verschlüsselung zu.

Weitere Informationen
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